Der zunehmend motorisierte Straßenverkehr hebt die erreichten Verbesserungen im Klima und Umweltschutz wieder auf.
Die Umwelt- und Klimaentlastung kann deshalb nicht allein durch technische Verbesserungen erreicht werden. [Quelle: Umweltbundesamt]

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Danke für Ihre Unterstützung
Sich von der Vorherrschaft des Autos lösen.
Autos isolieren Menschen voneinander, von Ihrer unmittelbaren Umwelt und machen
sie aggressiv. Je nach Verkehrsaufkommen und witterungsbedingten Einflüssen wird der
eigene Wahrnehmungsraum beim Fahren mit motorisierten Kraftfahrzeugen entsprechend
eingeschränkt.
Man reagiert zuallererst auf Umstände, die das eigene Vorankommen unmittelbar
abhängig machen. Gerät man dann in Verkehrssituationen, die schnelles Handeln und
erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, verschwimmen alle anderen Gegebenheiten, die
außerhalb der eigenen fokussierten Blickrichtung liegen.
Die anderen Verkehrsteilnehmer werden dabei nicht mehr als Mitmenschen
wahrgenommen, sondern nur noch in Kategorien eingeteilt. Und zwar entweder in vor
oder hinter mir.
Auch von den Herstellermarken der Fahrzeuge, die im Straßenverkehr unterwegs sind,
lassen wir uns allzugerne blenden. Fußgänger und Fahrradfahrer achten auf ihre
nähere Umgebung. Autofahrer dagegen wollen nur schnell weiter.
Mit den hohen Verkehrsaufkommen in unseren heutigen Metropolen ist auch eine
Funktion des öffentlichen Raumes verschwunden: Die Begegnung mit fremden
Menschen, ihre Kommunikation unter- und das Bewusstsein füreinander.
Das gesellschaftliche Miteinander spielt sich im öffentlichen Raum und während
der gemeinschaftlichen Mobilität ab. Beim Reisen in Bussen und Zügen z.B.
ergibt sich zwangsläufig der Kontakt zu fremdem Mitmenschen. Ein Austausch
untereinander entsteht und wir erlangen wieder ein Gespür dafür zurück, in welcher
Gesellschaft wir uns heute alle befinden.

 

 
Er fährt in einem von rund 43 Millionen PKW.
Das war es auch schon, was man über den
typischen deutschen Autofahrer weiß.
 
Wer ist er?  Was will er?
Anbei ein Einblick, um “Ihn” näher kennen zu lernen.
Audio 
 [Nur audio - Dauer: 18:10 Minuten]

 

Menschen transportieren
[Der Vergleich mit dem Auto im Gegensatz zum Bus, oder dem Fahrrad mag vielleicht etwas irreführend sein,
weil in ein Auto bekanntlich ja mehr Personen als eine hineinpassen. Stellt man sich jedoch an eine
innerstädtische Straßenkreuzung und zählt dort die vorbeifahrenden Pkw’s mit Stadtzulassung, und nebenbei
beobachtet, wieviel Leute in den jeweiligen Fahrzeugen sitzen, dann ist dieser Vergleich durchaus berechtigt.]

 

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.
Ständige Verkehrsstauungen können durch den Bau von breiteren, durchgängigeren
Straßen gelöst werden. Sind dann diese Straßen irgendwann wieder verstopft,
wird weiter ausgebaut. So die Theorie.
In Wirklichkeit ist es aber so, dass das Verkehrsaufkommen dauerhaft flüssiger durch
unsere Städte rollt, indem man den Flächenverbrauch für Straßen einfach reduziert.
Das heißt, man gestaltet das Befahren von Stadtstraßen bewusst so unattraktiv,
dass möglichst viele Verkehrsteilnehmer, die dazu in der Lage sind, auf alternative
Möglichkeiten ausweichen.
Straubing ist Dank seiner flachen Geografie, dem flächendeckenden Radwege-
und Busliniennetz für Alternativen im herkömmlichen Stadtverkehr gut aufgestellt.
Bemühungen unserer Stadtführung mit Projekten, wie z.B. dem “Stadtradeln”
weisen in diese Richtung, Bürger für ein umweltbewusstes Verkehrsverhalten
zu sensibilisieren.
Was hält uns eigentlich davon ab, das eigene Auto Zuhause stehen zu lassen
und stattdessen mit dem Fahrrad oder dem Bus ins Stadtzentrum zu fahren?
Die benötigte Zeit, um in die Innenstadt zu gelangen, macht keinen
nennenswerten Unterschied.
Die Parkplatzsuche entfällt, das Unterwegssein an sich gestaltet sich entspannter,
und wer schon frühmorgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, nimmt diese Tageszeit
intensiver war, als in einer isolierten temperierten Fahrgastzelle. Auch gegen einen
kurzweiligen Spaziergang ins Stadtzentrum dürfte wenig dagegen sprechen.
Wären ab morgen alle Straubinger nur noch mit dem Fahrrad, dem Bus oder zu Fuß
im Stadtgebiet unterwegs, was natürlich utopisch klingt, dann würde damit erst
deutlich werden, wie viel Fläche wir mittlerweile an den Straßenverkehr
abgetreten haben.
Wer zu Fuß in der Stadt unterwegs ist, der empfindet deutlich weniger Toleranz
gegenüber einer stark befahrenen Straßenumgebung, als ein Autofahrer, dessen Blick
hauptsächlich auf die Straße gerichtet ist. Innerstädtische Refugien, in dem man sich
gerne verabredet und verweilt, bieten heutzutage nur noch Stadtzentren, aus denen
der motorisierte Verkehr ausnahmslos ausgesperrt wurde.
Wandelt man demnach auch außerhalb des Stadtkerns deutlich mehr Autoparkplätze
in Fahrradstellplätze um, hat dies unweigerlich zur Folge, dass Innenstädte vom
motorisierten Individualverkehr in zunehmenden Maße gemieden werden.
Wir Stadtbürger erobern uns somit mehr an Lebensraum zurück, und können diesen
wieder für gesellschaftliche Zwecke nutzbar machen.
Die Lebensqualität in Städten steigt somit und trägt entscheidend zur Attraktivität der
Wohnlagen von verkehrsberuhigten Vierteln in Zentrumsnähe bei.

 

Fahrradparkplatz
 

Quelle einzelner Textpassagen und Formulierungen: www.autofreie-stadt.de